Wer so eine Anlage aufstellt, braucht den Anschluss ans Netz und Menschen im Ort, die damit leben wollen. Das eine ersetzt das andere nicht.
Am Dienstag wurden in den USA zwei Dinge gezählt, die schlecht zusammenpassen. AMD meldete 8,5 Mrd. Dollar Quartalsumsatz mit Rechenzentren, 97 Prozent mehr als vor einem Jahr. Und in Ohio nahmen laut Cincinnati Enquirer mindestens 14 Gemeinden Verbote oder andere Beschränkungen an, die Ergebnisse sind noch inoffiziell. In Trenton stimmten knapp 80 Prozent für ein Verbot ab 25 Megawatt.
Deutschland ist nicht Ohio. In einer Bitkom-Umfrage aus dem Sommer (1.006 Befragte ab 16) sehen 66 Prozent ein neues Rechenzentrum im eigenen Ort positiv, rund ein Viertel negativ. Was mich daran beschäftigt: Gilt das auch noch, wenn der Plan auf dem Nachbargrundstück liegt und jemand nach Lärm, Wasser und Abwärme fragt?
Auch wir reden viel über Megawatt und Anschlusstermine. Steht die zweite Zusage genauso fest im Zeitplan? Und wer beantwortet die Fragen der Nachbarn, und zwar früh?
Quellen: AMD, Quartalszahlen Q3/2026 · Cincinnati Enquirer über Yahoo · Fortune · Bitkom, Presseinformation 02.09.2026
Foto: Bernd Dittrich / Unsplash


